Echte Grabwespen

Arten: 250 in Deutschland, 664 in Europa, ≥ 8773 weltweit.

Körpergröße: 2 bis 23 mm.

Biologie: Die Weibchen praktizieren Brutfürsorge, indem sie mit paralysierten Beutetieren verproviantierte Brutzellen anlegen, in die dann die Eier abgelegt werden. Bezüglich der Nistplatzwahl können unterirdisch (endogäisch: oft Spezialisierung hinsichtlich Substrat & Exposition) und oberirdisch (hypergäisch: in Totholz, Stängeln, Pflanzengallen) nistende Arten unterschieden werden; bei beiden Gruppen gibt es Arten, die vorhandene Hohlräume nutzen, und solche, die sie selber anlegen. Alle Arten sind auf eine bestimmte Beutegruppe spezialisiert; meist handelt es sich um Insekten, vereinzelt werden auch Spinnen gejagt. Einige wenige Arten leben parasitoid („Kuckucksgrabwespen“), sie nutzen die Nester jeweils spezifischer Wirte. Zur Eigenversorgung mit Nektar besuchen die adulten Grabwespen Blüten und fungieren so als Bestäuber.

Ökosystemdienstleistungen: Bestäubung und Regulation von Insektenpopulationen.

Gefährdung: In Deutschland stehen 99 Arten (39,6 %) auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, 13 Arten (5,2 %) stehen auf der Vorwarnliste, für 3 Arten (1,2 %) sind die Daten unzureichend und nur 135 Arten (54 %) wurden als ungefährdet eingestuft.

Systematik: Ordnung Hautflügler (Hymenoptera), Familie Echte Grabwespen (Crabronidae).

Echte Grabwespen im Porträt