Tagfalter

Arten: 189 in Deutschland, 496 in Europa, ≈ 19000 weltweit.

Körpergröße: Flügelspannweiten von 18 bis 80 mm.

Biologie: Alle Raupen der einheimischen Arten leben von pflanzlicher Nahrung, wobei unterschiedliche Grade der Spezialisierung auftreten: polyphag (verschiedene Pflanzen), oligophag (Beschränkung auf einige Pflanzenfamilien, –gattungen oder -arten), monophag (eine einzelne Pflanzenart). Entsprechend dem Vorkommen der Wirtspflanzen bestehen oft enge Lebensraumbindungen. Bei Ameisen-Bläulingen ernähren sich die älteren Raupen räuberisch von Ameisenbrut. Die erwachsenen Falter ernähren sich meist als Blütenbesucher von Nektar, es werden aber auch Baumsäfte und faulende Früchte und vereinzelt Tierkadaver und Kot genutzt.

Ökosystemdienstleistungen: Bestäubung, Naturerleben & Erholung.

Gefährdung: In Deutschland stehen 99 Arten (53,8 %) auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, 21 Arten (11,4 %) stehen auf der Vorwarnliste, für 7 Arten (3,8 %) sind die Daten unzureichend und nur 57 Arten (31,0 %) wurden als ungefährdet eingestuft (5 weitere Arten wurden nicht bewertet).

Systematik: Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera), Familien Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Bläulinge (Lycaenidae), Edelfalter (Nymphalidae), Würfelfalter (Riodinidae) und Dickkopffalter (Hesperiidae).

Tagfalter im Porträt